So beschreibt sich das Unternehmen heute und tatsächlich darf PARABOOT mit Fug und Recht diesen nicht ganz bescheidenen Status für sich beanspruchen. Was vor mehr als 100 Jahren in einem verschlafenen französischen Dorf begann, ist heute – nach einer bewegten Geschichte - eine der wohl berühmtesten Marken der Welt, wenn es um langlebige, elegante und nonkonforme Schuhe aus dem High-End-Segment geht und neben Lacoste eines der Unternehmen schlechthin, an die man in der Casual-Szene bei dem Claim „Made in France“ denkt.

Anders ausgedrückt: an Paraboot führt kein Weg vorbei, wenn Euer Schuhschrank für jede Gelegenheit gerüstet sein soll. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir Euch mit dem seit mehr als 70 Jahren erfolgreichen und beliebten Modell Michael den Klassiker aus dem Sortiment der französischen Ikonen bieten können. Leder und Gummi sind die Grundmaterialien dieses All time Classic, der nicht nur jedweden Herausforderungen des Alltags sondern auch besonderer Situationen trotzt, wie der Franzose der englischen Sprache! Zugreifen und ein Statement setzen!

Historie:

Die Geschichte von Paraboot beginnt Ende des 19. Jahrhunderts, als der Franzose Rémy Richard bei Chevron, einer Schuhfabrik in Izeaux, einem kleinen Dorf am Fuß der französischen Alpen, als Zuschneider arbeitet. Relativ schnell realisiert er, dass es am Ende der Nahrungskette mehr zu verdienen gibt, als am Anfang, weshalb er seine besten Designs einpackt und den Sprung in die Großstadt wagt, nach Paris, in die Stadt der Liebe (und der Mode, aber wem erzählen wir das)!

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1908 – nachdem er zuvor noch fremdes Personal für sich arbeiten ließ – ist es soweit: Richard stellt seine ersten eigenen Arbeiter ein. Er lernt Juliette Pontvert, kennen, die Tochter eines wohlhabenden Notars und heiratet sie im Jahr 1910. Es entsteht dadurch das Unternehmen Richard-Pontvert, in dem Rémy Richard sein Know-How, die Designs und die Ausrüstung beisteuert, während sie die Finanzierung übernimmt. Die Marke “Chaussures Extra” ist geboren und mit ihr bereits damals Schuhe im High-End-Bereich.

Nachdem er im 1. Weltkrieg für die Reparatur von Schuhen und anderer Armee-Ausrüstung zuständig war, kehrt Richard zurück nach Paris, wo das Geschäft ganz gut läuft. Er entscheidet sich für einen Umzug in die Nähe des Pariser Marktes Les Halles und damit in die direkte Umgebung seiner Kundschaft: Warenhäuser und kleine Boutiquen.

Amerika heißt Richards Ziel in 1926. Obwohl er kein Wort Englisch spricht, unternimmt er eine Reise in die Vereinigten Staaten, wo er mit einem neuen, innovativen Material in Berührung kommt: Gummi. Erstmals sieht er in Amerika Menschen, die Gummistiefel tragen.

Mit dem Gummi im Gepäck reist er zurück nach Frankreich, in seine neue Fabrik in in Tullins Fures und stellt garantiert wasserdichte Gummistiefel her. Zwar ist er damit nicht der erste, der sich an Gummistiefeln und -Schuhen versucht, doch Richards Experimentierfreudigkeit zahlt sich aus. Er beginnt mit der Produktion von Gummisohlen und hat Glück, dass er in einem Walnuss-Anbaugebiet ist. Mithilfe einer alten Walnuss-Ölpresse gelingt es ihm, seine Gummisohlen nach dem Waffeleisenprinzip zu vulkanisieren!

1927 ist es soweit – Rémy Richard lässt den Namen Paraboot eintragen, benannt nach der Hafenstadt Para am Amazonas, wo das Latex verschifft wird, das den Grundstoff für seine Schuhe darstellt und nach dem amerikanischen „Boot“, dem Stiefel, den er in den USA kennen lernte.

Es folgen gute und schlechte Jahre. Die Firma überlebt den Krieg recht gut und macht sich einen Namen in der Herstellung von Bergwanderschuhen und Skistiefeln, steht aber auch kruzfristig vor dem totalen Aus, als 1980 der Wert von Dollar und Yen ins Bodenlose sinkt. Nahezu zahlungsunfähig kann Paraboot jedoch dank eines vertrauensvollen Gerichts, das an die Marke glaubt, weitermachen und erholt sich von den schweren finanziellen Problemen.

paraboot_michael1983 reist der mittlerweile geschäftsführende Enkel von Rémy Richard, Michel, nach Italien, um sich ein Bild von der erfolgreichen Arbeit seines italienischen Hauptkonkurrenten zu machen und kam zurück mit einem Deal mit „WP lavori in corso“. Dieser Glücksfall beschert Paraboot ein hohes Auftragsvolumen für Schuhe seines Modells „Michael“, denn die italienischen Designer hatten entschieden, dass die Zeiten von Anzügen und Mokkassins der Vergangenheit angehören und sahen in „Michael“ den idealen Schuh für den neuen Style der Männerwelt.

Paraboot produziert noch heute in Izeaux, Isère, und ist eines der letzten Unternehmen der Shuhwelt, das noch für “Made in France” steht.