A personal Story by THATSMIRKOALRIGHT

You're always sure, you're always right

You see it all in black and white

You never listen to anyone

Because you're young

1994 sangen COCK SPARRER diese Zeilen im Song “Because You´re Young“ auf ihrem Album „Guilty As Charged“ und sprachen mir damit direkt aus der Seele. Ich war jung, wusste alles besser und habe einfach mein Ding gemacht. Ich war Teil einer Subkultur und neben der rebellischen Einstellung im Kopf gehörte natürlich auch damals schon das richtige Outfit dazu.

Meine ersten Doc Martens habe ich mir Anfang der 90er im Kultladen Charmeuse in Hamburg gekauft. Unweit von unserem heutigen Laden in der Neustadt. Dort kauften damals eigentlich alle Subkulturen ein – egal ob Mods, Psychos, Punks oder wir Skins. Gepaart wurde das Outfit anfangs mit Levis Jeans, Fred Perry Polo oder Lonsdale Hoodie. Dazu noch eine Harrington Jacke – und fertig.

Mit der Zeit – nicht zuletzt um sich von den politisch Fehlgeleiteten abzugrenzen - wurde mein Look smarter und ich tauschte Kapuzenpullis gegen Hemden. Wie die Polos nur von Fred Perry sein durften, waren es die Hemden von Ben Sherman, die fast schon Pflicht waren. Button Down und darüber ein dezenter Stickpullover von Fred Perry oder Pringle. Die Sachen waren damals – in der Zeit bevor es Onlinehandel gab – außer bei Charmeuse schwer zu bekommen. Es blieb einem also gar nichts anderes übrig, als sich in das Heimatland des Punks und vieler anderer Subkulturen zu begeben: England. Genauer gesagt nach London.

Damals war die günstigste Methode nach London zu kommen mit dem Bus. Rainbow Tours war der Anbieter, der diesen Traum möglich machte. Man verließ Hamburg gegen 17 Uhr, fuhr die Nacht durch und wurde – mehr oder weniger munter – am nächsten Morgen an der Victoria Station rausgeschmissen. Dann konnte man den ganzen Tag shoppen und ist abends wieder in den Bus gestiegen und zurückgefahren. Mitgenommen habe ich meist eine leere Reisetasche, die dann nach der Reise bis oben hin mit Klamotten, Platten und Videokassetten gefüllt war. Ich habe damals in Camden Town auf der Straße Trojan Singles von einem Skin aus einer Plastikwanne gekauft oder Fußballaufnäher und Trikots in einem kleinen Shop in einer Seitenstraße der Carnaby Street der quasi nur aus Trikots bestand. Die Carnaby Street war damals auch der Anlaufpunkt Nummer eins. Hier gab es all die Marken, die man sehnsüchtig gesucht hatte, und so hat man die Strapazen der Reise gerne bei der Ausbeute in Kauf genommen.

Heute habe ich – aus sentimentalen Gründen – immer noch einige Kleidungsrelikte irgendwo im Keller. Meine Doc Martens habe ich aber längst gegen adidas Trainer getauscht und auch von den anderen Marken befindet sich nichts mehr in meinem Besitz. Lediglich eine Marke ist über all die Jahre geblieben: BEN SHERMAN. Die Hemden waren und sind immer noch in großer Anzahl in meinem Schrank vorhanden und gehören für mich auch in jeden gut sortierten Kleiderschrank.

Deshalb freut es mich ungemein, eine Marke, mit der ich quasi herangewachsen bin, als Neuzugang im Markenportfolio von Casual Couture begrüßen zu dürfen. Wer sich über das 1963 in Brighton gegründete Label schlau lesen will, kann diese HIER tun. Vielen von euch sollte der Name aber auch so schon ein Begriff sein, weshalb ich euch diesen Teil hier erspare.

Wir werden die Kollektion Stück für Stück erweitern. Der Schwerpunkt wird dabei ganz klar auf den Hemden liegen von denen die ersten bereits in unseren Läden und online zu haben sind.

Cheers!
Mirko

P.S.: Das Gewinnspiel auf der Rückfahrt meiner letzten Bustour nach London hat übrigens damals Ben Sherman gewonnen. Ich hatte nämlich den Namen statt meinem angegeben, also falls noch wer einen Gutschein braucht.